Warum sind Wut und Angst die stärksten Emotionen
Wut und Angst – besitzen völlig unterschiedliche energetische und physiologische „Signaturen“ in unserem Körper. Da der Körper Emotionen nicht „durchdenken“ kann, erlebt er sie über spezifische Muskelgruppen und Organe.
So zeigt sich das auf körperlicher Ebene:
WUT: Energie des „Angriffs“ Wut bereitet den Körper physiologisch auf den Kampf vor. Es ist eine „heiße“ Emotion, die sich vor allem im oberen Körperbereich konzentriert.
Kiefer und Gesicht: Wut „verriegelt“ häufig die Kaumuskulatur. Wenn du morgens mit schmerzendem Kiefer aufwachst oder mit den Zähnen knirschst, kann das ein Zeichen unterdrückte Wut sein.
Fäuste und Hände: Blut strömt verstärkt in die Extremitäten. Es kann der Impuls entstehen, etwas zu greifen, zu schlagen oder die Finger fest zusammenzupressen.
Brust und Schultern: Der Brustkorb weitet sich, die Schultern ziehen nach oben und vorne (Angriffs-/Abwehrhaltung). Das kann zu dauerhaften Schmerzen zwischen den Schulterblättern und im Nacken führen.
Verdauung: Wut stimuliert die Magensäureproduktion – daher die Redewendung „Mir schlägt etwas auf den Magen“.
ANGST: Energie des „Überlebens“ und Rückzugs Angst ist eine „kalte“ Emotion. Ihr Ziel ist es, lebenswichtige Organe zu schützen oder den Körper auf Flucht vorzubereiten.
Magen und Solarplexus: Das Zentrum der Angst. Die Verdauung wird nahezu „abgeschaltet“. Es entsteht das bekannte Gefühl eines Knotens im Magen, Übelkeit oder sogar Durchfall (der Körper versucht, „Ballast“ vor de der Flucht loszuwerden).
Atmung (Zwerchfell): Angst blockiert das Zwerchfell. Die Atmung wird flach und bleibt „im Hals stecken“, wodurch weniger Sauerstoff im Blut ankommt und Schwindel oder Panikgefühle entstehen können.
Beine: Blut strömt in die Beinmuskulatur für die Flucht – sie können zittern oder sich im Gegenteil „wie Watte“ anfühlen (Erstarrungsreaktion).
Nacken und Rücken: Angst lässt uns die Schultern hochziehen, um den Hals zu schützen. Chronische Angst führt häufig zu dauerhafter Nackenanspannung.
KÖRPERLICHE EMOTIONSLANDKARTE
WUT – Kopf, Hände, Schultern | Hitze, Pulsieren, Druck
ANGST – Magen, Brust, Beine | Kälte, Enge, Zittern
UNRUHE – Brust, Hals | Kurzatmigkeit, „Kloß im Hals“
STRESS – Nacken, unterer Rücken | Verhärtung, Steifheit Warum ist es wichtig, das zu wissen? Unser Verstand kann Emotionen oft verdrängen („Ich bin nicht wütend“), doch der Körper kann nicht lügen. Wenn dein Nacken ständig schmerzt oder dein Bauch sich ohne medizinische Ursache verkrampft, versucht dein Körper möglicherweise, auf eine festgehaltene Emotion aufmerksam zu machen.



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